Bitte um eure Aufmerksamkeit! Für alle Feinschmecker ist diese Information von essenzieller Bedeutung!

Wien als Stadt ist am meisten für ihre Tradition und das kulturelle Erbe, die seit Jahrhunderten geschätzt werden, bekannt. So wie bei jedem anderen Kultursegment, haben die Wiener strengstens ihre alten Konditoreien und Rezepte aufbewahrt. Dies hat auch dazu geführt, dass die österreichische Hauptstadt zu einer Touristenstadt wurde, wo Menschen von überall hierher kommen, um die süßesten und ältesten Köstlichkeiten zu verkosten. Deswegen könnt ihr die köstlichsten Desserts so genießen, wie es die Kaiser und ihre Familien vor vielen Jahrzehnten taten. Dieser Text wird euch verraten, wo die besten Torten und Kuchen, dekoriert mit den schmackhaftesten Cremes, Früchten und Schokolade, zu finden sind.

  • Demel

Eine von den meist bekanntesten Konditoreien in Österreich, als auch in ganz Europa, ist auf jeden Fall das Konditorei-Café Demel. Im Jahr 1786 kam Ludwig Dehne nach Wien, wo er anfing Eis, Süßigkeiten, gefüllte Krapfen und viele andere Süßigkeiten zu produzieren und zu verkaufen. Und bald schon, wenige Jahre nach der Gründung, gaben sich Kavaliere mit den schönen Wienerinnen bei allerhand geformten Süßigkeiten ein Stelldichein bei Dehne. 1857 verkaufte August, der Sohn von Ludwig Dehne, die Konditorei seiner Hilfskraft Christoph Demel. Die Söhne Christoph Demels benannten dann die Konditorei in K. u. K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel’s Söhne. Zu dieser Zeit war die Konditorei schon weltweit bekannt und mit ihren Desserts wurde der Kaiserhof versorgt. Die Familientradition wurde bis zum Tode von Klara Demel, der letzten Besitzerin die diesen Namen trug, geführt. Seit 1966, wechselten sich die Besitzer einer nach dem anderen, aber im Jahr 2002 kaufte Austrian DO & CO Group diese Konditorei und seitdem ist es im Besitz von dieser. Da Tradition im Leben von Österreichern eine große Rolle spielt, wurden die alten Rezepte der Kuchen und Torten nicht verändert und werden noch heute so zubereitet wie damals.

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*Vor zwei Jahrhunderten besuchten die Damen aus dem aristokratischen Kreise, immer am 1. Jänner die Konditorei Demel, um dort heiße Schokolade zu genießen, die gut tat, weil es draußen so kalt war. Sogar die Kaiserin Sissi liebte die Süßigkeiten aus dieser Konditorei und aus diesem Grund wurden diese Köstlichkeiten persönlich vom Herrn Demel in die Hofburg gebracht. Besucher haben heute noch die Möglichkeit im alten Salon im Erdgeschoss dieser Konditorei zwischen den unterschiedlichsten Produkten, welche von Hand gegossen, gefüllt und geformt werden, auszuwählen. Die meist bekanntesten sind kandierte Veilchen, Teegebäck, Kuchen, verschiedenste Süßigkeiten und Schokolade, welche in hübschen Dekorschachteln verkauft werden. Und natürlich die Demel’s Sachertorte, die seit mehr als zwei Jahrhunderten nach demselben Rezept zubereitet wird.
K. u. K. Hofzuckerbäcker Demel

Kohlmarkt 14, A-1010 Wien

Öffnungszeiten: täglich geöffnet von 10:00Uhr bis 19:00 Uhr

 

  • Hotel Sacher

 

Das Hotel Sacher Wien ist eines der luxuriösesten Hotels in Europa. Zu den Gästen dieses Hotels zählen: John F. Kennedy, Indira Gandhi, Queen Elisabeth II und viele andere. Aber, dass was dieses Hotel so einzigartig macht, ist nicht die lange Tradition, die hier eine sehr wichtige Rolle spielt, sondern die Sachertorte, die nach einem alten, streng geheimen Rezept zubereitet wird.

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Darüber, wie diese Torte entstand, gibt es viele verschiedene Erzählungen, jedoch erzählt uns das Hotel Sacher die Folgende:

Im Jahr 1832 lud Fürst Metternich zu dieser Zeit sehr einflussreiche Gäste zum Abendessen. Da der Chefkoch an diesem Abend wegen Krankheit ausfiel und der Fürst seinen Gästen mit einer besonderen Nachspeise imponieren wollte, musste der sechzehnjährige Lehrling Franz Sacher diese zubereiten. Franz bereitete an dem Abend eine weiche Schokoladentorte mit Pfirsichkonfitüre zu – die erste Sachertorte. Diese mundete allen Anwesenden. Es gab etliche Streitigkeiten und sogar Gerichtsverhandlungen wurden darüber geführt, wie der junge Franz auf die Idee kam, diese Köstlichkeit zuzubereiten. Viele meinten, dass der junge Mann von der  K. u. K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel’s Söhne inspiriert wurde, weil er seine ersten Schritte als Kochlehrling dort machte. Allerdings, als Franz seine Lehre fertig machte und aus ihm ein bekannter Koch wurde, bot er seine Torte jedermann an. Alle waren von dieser Torte entzückt. Dies führte dazu, dass die Nachfrage nach der Torte, welche vom Mann, der den Namen Sacher trug, zubereitet wurde. Und so fing die Geschichte der weltbekanntesten Torte an.  Der Sohn von Franz Sacher, Edward, eröffnete im Jahr 1876 das Hotel Sacher, in welchem sich ein gleichnamiges Café befindet und wo ihr im Barockstil diese berühmte Torte kosten könnt.

Café Sacher

Philharmonikerstrasse 4, 1010, Wien (hinter der Staatsoper)

Dienstzeiten: täglich von 08:00-24:00 Uhr

 

  • Gerstner

 

Die Geschichte dieser berühmten Zuckerbäckerei begann im Jahre 1847 als Anton und Barbara Gerstner ein kleines Geschäft im Herzen Wiens aufgemacht haben. Bald nach der Eröffnung wurden die Miteglieder der kaiserlichen Familie zu den Stammkunden, was dazu führte, dass Anton Gerstner der Titel Hoflieferant verliehen wurde. Von da an betreute er gastronomisch die wichtigen Gäste auf Gala-Dinnern, Buffets und Konzerten im Schloss Schönbrunn, Belvedere und im Kaiserpavillon im Prater. Seine Kreationen haben die höchsten kulinarischen Ansprüche überwunden. Dies war, jedoch, erst der Anfang.

„Gerstner“ hat bis heute seinen einzigartigen Stil bewahrt und ist daher auch außerhalb  Österreichs berühmt geworden. Die Zuckerbäckerei ist ein Partner der Wiener Oper seit 1869, weswegen „Gerstner“-Produkte jedes Jahr auf dem Opernball serviert werden. Ihre Mitarbeiter haben heute viel zu tun, denn ihre Schmankerln werden, unter anderen, in der Hofburg und im Wiener Musikverein, sowie auf Messen und Empfängen gerne gegessen.

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*Torten werden handgemacht, man benutzt die feinsten Cremen, zarte Schokoladen sowie frisches Obst. Hier werden nur einige der Torten aufgelistet und egal für welche ihr euch entscheidet, sie wird bestimmt herrlich schmecken: Haustorte – mit Mandeln und Schokoglasur;  Gerstner Torte – Schokolade pur, eine Schokotorte mit Schokoglasur;  Linzertorte – mit Wallnüssen und Ribiselmarmelade; Kardinalschnitte – mit Vanillecreme. Weitere Torten, knusprige Kuchen, hervorragende Obststrudel mit Vanillesoße, Schoko-Erdbeeren und alles, was das Feinschmeckerherz begehrt, warten hier auf euch.*

K.u.K. Hofzuckerbäcker Gerstner
Kärntner Straße 13-15,1010 Wien

Öffnungszeiten: Montag-Samstag: 8:30 – 20:00 Uhr
Sonn- u. Feiertage: 10:00 – 18:00 Uhr

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  • L. Heiner

 

Heiner ist eine weitere Konditorei mit langer Tradition. Diese gibt es seit über 170 Jahren und ihr guter Ruf überwindet die staatlichen Grenzen. Die Geschichte der Konditorei Heiner fängt im Jahr 1840 an, als ein kleines Geschäft mit Torten, Teigtaschen und Kuchen im Herzen Wiens aufgemacht wurde. Sehr bald wurde es unter der Wiener Aristokratie beliebt. Schnell haben die Habsburger davon gehört und da Kaiser Franz Joseph von den Schmankerln begeistert war, hat er das Geschäft in K.u.K. Hofzuckerbäcker Ludwig Heiner umbenannt, wodurch diese es auch auf die Hoflieferantenliste schaffte. Nach dem Zerfall der Monarchie begann eine harte Zeit auch für die berühmte Zuckerbäckerei, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg ihren alten Ruhm zurückgewann. Heute ist man stets bemüht (vor allem die Besitzer Dr. Paul Stuller und Michael Stuller), dass die Qualität auf einem hohen Niveau bleibt, wie damals, als man für die Kaiser backte.

*Diese Konditorei bietet eine große Vielzahl an Torten, wir zählen hier nur die berühmtesten auf. Sacher torte – nach einem geheimen, alten Rezept; Heiner Haustorte – mit Schokobisquit und zarter Creme aus Vollmilchschokolade; Trüffeltorte – Sachermasse mit Likör und Orangensaft; die berühmte Dobostorte – Bisquittorte mit Schokoladencremefüllung und Karamell; Schwarzwälderkirschtorte – berühmte Torte mit Schokooberscreme und Kirschen; Topfentorte – eine unwiderstehliche Torte mit Topfencreme, uvm. Man kann hier natürlich auch verschiedene Kuchen genießen, die einen mit einzigartigen Geschmack und Dekor begeistern.*

K.u.K. Hofzuckerbäcker Ludwig Heiner
Kärntnerstraße 21-23,1010 Wien (kao i na još 5 lokacija u gradu)

Öffnungszeiten: Montag-Samstag: 8:30 – 19:30 Uhr
Sonn- u. Feiertage: 10:00 – 19:30 Uhr

  • Aida

 

Die Konditorei Aida wurde von Josef Prousek gegründet, der 1899 nach Wien zog und eine Stelle als Geselle bei einem Zuckerbäckermeister bekam. 1912 hat er Rosa Nerad geheiratet und ein Jahr später haben sie gemeinsam einen Konditoreibetrieb in der Porzellangasse 47 gekauft. Diesen nannten sie zu Chocolaterie u. Gross-Konditorei „AIDA“ Prousek & Co. um. Die Arbeit lief gut, viele Wienerinnen und Wiener haben es zum ritual gemacht im „Aida“ vorbeizuschauen und aus diesem Grunde entschied sich Prousek weitere Standorte zu eröffnen. Vor dem zweiten Weltkrieg gab es insgesammt 11 „Aida“-Filialen. In den Kriegsjahren verlangten österreichische, sowietische und sogar amerikanische Truppen Naschereien aus dieser Konditorei, die in dem Zeitpunkt auch das AKH belieferte. Wenige Jahre nach dem Krieg bekam „Aida“ eine Kaffeemaschine und wurde zur ersten Konditorei, die Espresso servierte. Heute kümmert sich Josefs Enkelsohn, Michael Prousak, um die Geschäfte der Konditorei, die 27 Standorte in Wien hat.

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Aida bietet verschiedene Torten und Kuchen an, die nicht nur handgemacht werden, sondern auch mit der Hand dekoriert. Die potenziellen Mitarbeiter müssen eine besondere Einschulungsphase bestehen, denn jedes süße Stück wird hier mit viel Liebe gemacht. Wenn ihr immer noch nichts aus dem riesigen Angebot probiert habt, schaut bei Aida vorbei, ihr werdet es nicht bereuen!

 

Alle Standorte finden Sie unter www.aida.at

 

Foto: www.inzumi.com, www.tripadvisor.co.uk, www.tripadvisor.de, www.pommietravels.com, www.crearparaendulzar.com, www.heiner.co.at

 

Presseteam – OSSAW,

Vesna Špirić

Übersetzungsteam – OSSAW,

Mirela Kurešević und Ana Uzelac

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